Therapietagebuch

Freitag, 12. Februar 2010

Heute mal wieder den Tag mit einem Lavendelbad begonnen. Doch irgendwie waren die im Keller heute morgen noch nicht soweit. Naja egal, angenehm wars trotzdem. Und für die nächste Woche gabs dann auch gleich die neuen Termin. Jeweils zweimal Lavendel und Rotlich und auch einmal Hydrojet. Darauf bin ich ja mal gespannt, immerhin schwärmen alle davon.

Wie jeden Freitag auch heute Ergotherapie. Eigentlich sollte mein Stein ein Handschmeichler werden, aber ich habe mich dann doch für einen Stiftehalter entschieden. Ist auf jeden Fall sehr schön geworden, ich bin hellauf begeistert.Beim nächsten mal muss der Stein dann nurnoch poliert werden.

Das Mittagessen war heute lecker. Neben dem chinesischen Fisch habe ich auch Gnocci probiert lecker, nach der Neuvorstellung der Angereisten gings dann ins Wochenden. Nach 35 Minuten Ergometer wars ein netter Abend im Stationszimmer.


Donnerstag, 11. Februar 2010

Heute mal ausschlafen bis zum Frühstück Zunge ausstrecken. Gaaaaaanz in Ruhe gefrühstückt und dann Gymnastik. Sieht das ganze von aussen aus wie Seniorensport ist die Angelegenheit ganz schön schweißtreibend. Aber immer spaßig und kurzweilig. Dieses Mal gabs lustige Spiele mit Ring und Besenstiel. Für die Lesenden mag das verwirrend klingen, macht aber nichts.

Nach der Gymnastik dann die Gesprächsgruppe. Ich habe mich quasi offenbart und es hat gutgetan. Ich möchte momentan noch nicht ins Detail gehen, aber ich denke dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Nach dem Mittagessen dann noch Muskelentspannung und den Tag ruhig ausklingen lassen.


Mittwoch, 10. Februar 2010

rothaarklinik, kur, rotlicht, gymnastik, abnehmgruppe, ergometer — geschrieben von sa1978 @ 21:54

Und mal wieder den Tag mit einer Rotlichtbestrahlung begonnen. Danach sollte eigentlich die Gymnastik anstehen, doch weil der Therapeut immer noch krank ist wurde das ganze auf später verschoben.

Die Gymnastik war schonmal das richtige für den zweiten Start meiner Basketballlaufbahn. Danach erstmal Entspannung und dann zur Abnehmgruppe. Das Thema "Zuckerersatzstoffe" hat mich jetzt nich vom Hocker gerissen. Wird bestimmt auch das nächste Mal spektakuläre.

Am Nachmittag wurden wir dann ins Sachen Ergometer ei9ngewiesen. Die Viertelstunde war zu kurz, morgen wirds länger.


Dienstag, 9, Februar

Auch heute morgen gings wieder mal recht früh los. Aber den Tag mit einem Lavendelbad zu starten finde ich wesentlich angenehmer als mit Rotlicht. Dennoch sollte das Bad auf den Abend verschieben. Aber jammern bringt nichts.

Nachdem Frühstück steht die Gesprächsgruppe an. Interessantes Thema, wird hier aber nicht verraten. Danach bekomme ich noch einen Termin für mein erstes Einzelgespräch.

Weil die Gymastik ausfällt (Herr Birkelbach ist krank), habe ich einen freien Vormittag. Nach dem Essen gibts dann einen Vortrag zur Genusstherapie, die Schokolade war jedenfalls sehr lecker. Direkt im Anschluss dann das Einzelgespräch mit Therapeutin. Wir sind dort aber nur den Therapiezielbogen und die Lebenslinie durchgegangen.

Am Nachmittag noch leichte Gymnastik und am Abend nette Runde im Stationszimmer. Die Gespräche ringen sich immer um Essen und Trinken. Ich habe immer noch Hunger, deswegen gehe ich jetzt zum Frühstück.


Montag, 8. Februar 2010

Heute war es ein eher ruhiger Tag. Allerdings ging es bereits um 6:00 Uhr mit Rotlicht los, danach etwas Zeit bis zum Frühstück. Ich frage mich warum eine junge Frau, in einem bauchfreien Oberteil zum frühstücken kommt? Zwar etwas overdressed aber tragen kann sie es.

Danach gehts weiter mit der Ergotherapie. Aus einem Speckstein soll ein Handschmeichler gemacht werden. Mit meinem Ergebnis bin ich überaschender Weise sehr zufrieden. Nächstes Mal gehts weiter. Vielleicht wirds ja doch ein Briefbeschwerer. Mal sehen. Aus den Reststücken kann ich auch noch einen schönen Anhänger formen. Vielleicht gibts nächstes Mal auch ein Foto.

Danach dann Rückenschule statt Einzeltherapie. Hätte ich andersrum erwartet. Aber Rückenschule kann auch nicht schaden. War auch am Ende nützlich und interessant. 

Danach Mittagessen (Wildlachs mit Kartoffeln & Salat) und progressive Muskelentspannung. Das tat sehr gut und war höchst entspannend. Zwischen Entspannung und Abendessen habe ich mich an dem Roman "Vogelwild" versucht. Liest sich ganz gut. 

Paul fehlt mir schon sehr. Ich hoffe dass ich ihn bald sehen kann. Am Abend wurde dann geschwommen und der Tag klang im Stationszimmer aus.

 


Therapieplan für den Wochenstart

rothaarklinik, kur — geschrieben von sa1978 @ 11:04
Plan 8.-10.2.10

Samstag, 6. Februar 2010

rothaarklinik, kur, freizeitgestaltung — geschrieben von sa1978 @ 09:18

Den ganzen Tag frei. Naja ein bisschen Langeweile kam schon auf. Eigentlich wollte ich mich nach dem Frühstück vom Shuttle-Bus in den Ort fahren lassen. Rolf wollte lieber laufen, kann mir auch nicht schaden. Also den Berg runter, ein bisschen was geshoppt und wieder hoch. Die Zeit bis zum Mittagessen habe ich dann mit der Zeitung verbracht, danach noch ein bisschen Krimis geschmökert. Dabei ist "Tod oder Finca" vom ehemaligen RTL-Sportkommentator Andreas Schnabel nicht zu empfehlen. Da ich genügend Auswahl habe widme ich mich stattdessen "Revolverherz" von Simone Buchholz. Der Krimi spielt auf St. Pauli. Der Anfang ist vielversdprechend.

Eigentlich wollte ich ja nach dem Abendessen schwimmen gehen, entscheide mich aber dann doch für den Diavortrag "Wanderparadies Alpen". Und das hat sich gelohnt. Wirklich beeindruckend der Vortrag.Tolle Panoramaansichten und was sich der Vortragende mit fast 70 zutraut! Ich ziehe meinen Hut. Ich würde wahrscheinlich entkräftet zusammebrechen. Vielleicht ändert sich das ja nochmal.

Danach gehts in die Disco. Erinnert mich sehr an eine Schulparty. Turnhällenbänke und drastischer Frauenüberschuss.

 

 


Freitag, 5. Februar 2010

rothaarklinik, kur, schwimmen — geschrieben von sa1978 @ 09:05

Heute ging es bereits um 6:20 Uhr mit Rorlicht los. Das Frühaufstehen ist für mich kein Problem. Atemberaubende Stille um 5:30 an den Füßen des Rothaargebirges. Das Lavendelbad hat mir zwar besser gefallen, aber angenehm ist es trotzdem. Und weil die Klinik mit einer Systemumstellung nicht zurande kam, musste ich mich heute nochmal anzapfen lassen. Aber was will man machen? Da muss ich wohl durch. Habs ja dann auch überstanden.

Nach dem Frühstück gings dann zur Ergotherapie. Künstlerische Betätigung ist ja nicht unbedingt mein Fall, aber was will man machen. Ich habe mich dann am Ende gegen das Korbflechten und für die Specksteinbearbeitung entschieden. Der Anfang war zwar etwas holprig, aber aufgeben gilt nicht.

Danach gleich zur zweiten Premiere. Bewegungsbad in der Herz-Kreislauf-Klinik. Ich war ganz überrascht. Mein Vorurteuil, dass Wassergymnastik nur was für Senioren ist, musste ich schnell revidieren.

Am Nachmittag gab´s die Vollversammlung meiner Station und später einen Einführungsvortrag des Chefarztes. Sehr interessant. Dafür war in der Stadt am Abend gar nichts los. Aber dafür war ich früh im Bett.


Donnerstag, 4. Februar 2010

rothaarklinik, depression, kur, burn out, gespraechstherapie — geschrieben von sa1978 @ 15:02

Heute gabs ein eher entspannteres Programm: Um 7 Uhr zunächst Blutabnahme vorher Urinprobe. Nach dem Frühstück sollte ich erstmalig an der Gesprächsgruppe teilnehmen. Ein wenig nervös war ich vorher schon, aber völlig zu unrecht.Die Psychologien hatte ein interessantes Thema mitgebracht. Mal sehen ob ich es noch zusammen kriege:

Jeweils ein Symbol für das Problem-Ich, Ideal-Ich und Real-Ich finden. Ich hatte schnell die entsprechenden Symbole vor Augen. Eigentlich hätte ich gerne auch was vorgetragen, aber ich hab mich mal wieder nicht getraut, naja vielleicht beim nächsten Mal.

Nach dem Essen dann Lavendel-Bad. Ne komische Zeit, trotzdem sehr angenehm. Nach der Vergabe der Sporttherapie (Gymastik, Schwimmen, Bewegungsbad und Muskelentspannung) dann mit dem Shuttle in die Stadt. Klein aber fein lautet mein BB-Fazit. Nette Geschäfte und der Cafe war auch lecker.


Mittwoch, 3. Februar 2010

rothaarklinik, depression, kur — geschrieben von sa1978 @ 14:44

Auch in der Kur ist frühes Aufstehen Pflicht. Um 7 Uhr gehts in Schwesternzimmer. Wiegen und Blutdruckmessen für Neulinge. 123 Kilo. Da hatte ich schonmal mehr. Trotzdem sollen noch einige Pfunde purzeln. Weil auch der Blutdruck ok ist, darf ich schnell wieder weiter.

Nach dem Frühstück gibts ne lange Pause (8:30-11:30). Hatte man mir nicht gesagt eine Kur wäre Streß pur? Kommt vielleicht noch. Um 11:30 Uhr gehts dann jedenfalls zur Terminvergabe in die Bäderabteilung. Für mich gibts Rotlich und Lavendelbad. Die Termine ist der nächsten Woche sind für mich sehr früh, bereits um 6 Uhr gehts los. Naja, dann hat man am nachmittag noch ein bisschen Luft. 

Nach dem Essen werden die Neuen der Station 4 ihren Mitpatienten vorgestellt, auch hier bestätigt sich mein Eindruck.

Das einzige was mir heute noch bevorsteht ist das PC-Labor. 200 Fragen der verschiedensten Art. Nach 20 Minuten war ich als erster fertig. Feierabend für heute.


Dienstag, 2. Februar 2010

Allgemein, rothaarklinik, depression, kur, burn out — geschrieben von sa1978 @ 14:20

So! Heute gehts los. Endlich zur Kur. Das Ziel lautet Bad Berleburg. Klingt zugegebener Maßen nicht sonderlich spektakulär.Das ist allerdings völlig unerheblich, schließlich soll es helfen.

Um 5:30 gehts vom Busbahnhof los in Richtung Recklinghausen. Schnell einen Cafe to go. Und rein in den Zug. Am Bahnhof hat sich viel geändern, war lange nicht mehr da. In Herne ist man schnell. Doch dann die erste Unwegsamkeit. Die Bahn nach Dortmund fällt aus. Die S-Bahn fährt zum Glück zwar langsamer, doch noch ist alles im Zeitplan. Von Dortmund aus dann über Siegen nach Hagen. Doch die Aubelio-Bahn verspätet sich, weil vor Kreuztal ein Güterzug liegen geblieben ist. 

In Kreuztal angekommen, war mein Zug natürlich weg. Naja aber den nächste kam ja dann, so dass ich gegen 11:30 Uhr im verschneiten Bad Berleburg angekommen bis. Das Landschaftsbild auf der Strecke war herrlich. Eine Winterlandschnaft wie aus dem Bilderbuch. Und ich mal nicht den Winterdienst organisieren.

Mit dem Shuttle-Service gings dann hoch auf den Berg zur Rothaarklinik, meiner Heimat für die nächsten sechs Tage. Nachdem mir die Schwester das Zimmer gezeigt hat, gings erstmal zum Essen.

Danach war erstmal Pause angesagt bevor es zum Erstgespräch zur Psychologin ging. Was die alles wissen wollte. Aber mein erster Eindruck ist durchaus positiv, ich bin gespannt wie das weitergeht.

Als nächstes steht der Termin beiom Arzt an. Alles soweit in Ordnung. Neben Lavendelbad und Rotlicht wird mir auch noch so einiges an Sport verordnet. Schaden kanns ja nicht.

Nachdem Abendessen gings dann in den Aufenthaltsraum. Meine Mitpatienten scheinen alle sehr nett zu sein. Bis mal gespannt was kommt.

 


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